Ewert, Olga geb. Hallervorden

             Ewert, Olga  

Sie wurde am 11. Juli 1898 in Königsberg/Ostpreußen geboren. Sie studierte sechs Semester moderne Sprachen und trat in den Sozialistischen Studentenbund ein. Nach dem Studium arbeitete sie als Bibliothekarin, Säuglingsschwester und Übersetzerin. Seit 1909 war sie in Arbeiterjugendbewegung aktiv und trat 1925 in die KPD ein. 1928 wurde sie verbeamtet und arbeitete als Bibliotheksobersekretärin in Berlin-Wilmersdorf. Unter dem Namen Alma Loos arbeitete sie illegal für die KPD. 1925 wurde sie Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Sie gehörte dem Frauensekretariat des ZK der KPD an und beteiligte sich seit Februar 1933 am illegalen Widerstand. Im Mai 1933 „wegen staatsfeindlicher Gesinnung“ aus dem öffentlichen Dienst entlassen, musste sie im Juli 1933 nach Dänemark emigrieren, wo sie mit Andreas Ewert zusammenlebte und bis 1937 als Stenotypistin und Übersetzerin im Nordisk Pressebüro in Kopenhagen arbeitete. Im April 1937 kam sie aus Dänemark nach Spanien und arbeitete dann in der Administration des Sanitätsdienstes der Internationalen Brigaden, wo sie auch Sekretärin von Gustav Gundelach war.Nach dem Spanienkrieg wurde sie in Frankreich interniert. 1941 emigrierte sie nach Mexiko. Sie war dort Sekretärin der Demokratischen Deutschen Frauenbewegung. Seit 1952 lebte sie mit ihrem Mann Andreas Ewert in der DDR, war Bibliothekarin an der Hochschule des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) in Bernau und dort von 1953 bis 1956 Stadtverordnete. Olga Ewert starb am 14. Dezember 1978 in Bernau.


Quellen: Bettina Meier „Deutsche Frauen im spanischen Exil“;
DRAFT - Gegen Hitler. Deutsche in der Résistance, in den Streitkräften der Antihitlerkoalition und der Bewegung »Freies Deutschland«;
Fernanda Romeu Alfaro “Mujeres en las Brigadas Internationales”;
Werner Abel&Enrico Hilbert "Sie werden nicht durchkommen“ - Bd. 1 Verlag Edition AV 2015
Privatfoto Harald Wittstock
Moskauer Archiv RGASPI. F. 545. Op. 6. Ä. 30

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